Trier Wahrzeichen: Porta Nigra
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Trier Tipps: die Highlights der antiken Römer-Stadt

Faszination Trier! Hast Du über das kleine Städtchen am Rande Luxemburgs im beschaulichen Rheinland Pfalz noch wenig gehört? Dann solltest Du nachfolgende Tipps zu Trier mit höchster Aufmerksamkeit lesen. Nicht nur geschichtlich ist es eine Stadt der Superlative.

Was ist die älteste Stadt Deutschlands? Trier! Wo befindet sich die älteste Kirche? In Trier! Wo lässt sich die älteste Brücke der Bundesrepublik überqueren? Die Antwort spare ich euch, ihr wisst es eh!

Triers Sehenswürdigkeiten werfen den Blick auf eine über 2.000-jährige Geschichte. Also: Römerhelm auf, den Entdeckergeist früherer Tage – wenn auch ohne Schild & Schwert – geweckt und auf in die Stadt, in der sich circa 110.000 Menschen glücklich schätzen dürfen, zu leben.

Sehenswürdigkeiten in Trier: die Römer-Highlights der Antike

Mehr als fünfmal so viele Touristen wie Trier Einwohner hat besuchen das Highlight der Moselregion jährlich und dies gewiss nicht nur aufgrund der guten Weine. Die Dichte der Sehenswürdigkeiten in Trier lässt manch einen sogar vom „Freilichtmuseum“ sprechen. Hier sind sie, die Must-See’s der ältesten Stadt Deutschlands:

Porta Nigra – das mächtige Stadttor der Römer

Die Anfänge von Augusta Trevorum, wie die Römer die Stadt einst tauften, geht bis in die Zeit vor Jesu Geburt und den Start der bekannten Zeitrechnung zurück. Bereits 17 vor Christus wurde Trier erstmals erwähnt.

Trier Wahrzeichen: Porta Nigra
Triers Wahrzeichen: eines der alten Stadttore der Römer

Das erhaltene Stadttor Porta Nigra als Wahrzeichen und wichtigste Sehenswürdigkeit von Trier wurde in der Antike bereits als Prestigeobjekt gefeiert. Im Zeitfenster des Baus im zweiten Jahrhundert war die Lage im römischen Reich friedlich. Das aus über 7.000 massiven Steinblöcken errichtet Tor war damals jedoch nur eines von insgesamt vier Stadttoren.

Infos & Eintritt zum Eingangstor Porta Nigra

  • Ticketpreis: 4,00 Euro (ermäßigt 3,00 Euro)
  • Sommer-Öffnungszeiten: 10:00 bis 18:00 Uhr
  • Winter-Öffnungszeiten: 10 bis 16:00 Uhr (teils Übergangszeit bis 17 Uhr)

Inzwischen steht nur noch Porta Nigra und auch Triers großes Highlight wurde zwischenzeitlich zur Kirche umfunktioniert. Erst der traditionsbewusste Napoleon zeigte sich erschüttert darüber, als er die Stadt nach der Eroberung während der Französischen Revolution besuchte und ließ Porta Nigra von allen Veränderungen vergangener Jahrhunderte befreien. Der heutige Zustand ähnelt wieder stark dem antiken Bau der Römer.

Im Tausch gegen vier Euro lässt sich Triers Tipp Nummer Uno heutzutage von Touristen für ein Stündchen einnehmen. Der Rundgang liefert manch interessantes Fotomotiv und präsentiert die Geschichte aus nächster Nähe.

Im Fokus haben solltest Du auch die riesigen Steinblöcke, die mit technisch geringsten Möglichkeiten damals für den Bau bereitgestellt wurden.

Dom Trier: die heute noch riesige Kirche, obwohl nur noch ein Bruchteil steht

Nur wenige Minuten stadteinwärts geschlendert, geht es links zum Trierer Dom. Wenn du bereits auf dem Hauptmarkt angekommen bist, musst du ein Stück zurück.

Wenig überraschend ist der Dom die älteste Kirche der Bundesrepublik. Circa 1.700 Jahre ist die täglich von tausenden Touristen besuchte Kirche alt. Wie so oft bei Gotteshäusern üblich, ist ein kleiner Rundgang ohne Eintritt möglich. Klugscheißer-Info zu den abenteuerlichen Dimensionen des Prachtbaus: die heute bereits riesige Fläche des Doms entspricht angeblich nur einem Bruchteil der damaligen Größe.

Trierer Dom - der älteste in Deutschland
Majestätisch und alt: Triers Dom

Um einige Reliquien – angeblich von Jesus persönlich – zu sehen, musst du in einer Ecke der Kirche dann aber doch das Portmonee öffnen.

Mir persönlich war der Rundweg nah am Altar vorbei und über Stufen und Treppen ein wenig zu touristisch für ein Gotteshaus.

Ich habe für dich noch einen wirklich empfehlenswerten Tipp für Triers Dom, der schnell vergessen wird: vorne rechts befindet sich neben dem Aufgang des Rundwegs auch der Abstecher zum Domkreuzgang. Viele Touristen übersehen den Eingang, sodass du dort Ruhe findest, speziell in den Morgenstunden den Dom (im Innenhof) auch mal nicht gegen die Sonne fotografieren musst & einen besseren Blick auf architektonische Besonderheiten bekommst.

Trier Tipp: der Innenhof des Doms
Dom und Liebfrauenkirche von hinten

Liebfrauenkirche

Eine weitere wunderschöne, gotische Kirche klebt quasi am Dom und zählt auch zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Trier. Vom äußerlichen Anblick her kann ich das voll und ganz unterschreiben, trotz vermeintlich passender Öffnungszeiten bleiben die majestätischen Tore heute aber leider verschlossen.

Hauptmarkt

Seit Ewigkeiten ist der wenige hundert Meter weiter ins Blickfeld rückende Hauptmarkt Zentrum des städtischen Treibens und Ankerpunkt verschiedener Einkaufsstraßen. In der Mitte befindet sich der schön verzierte Petrusbrunnen – zu Ehren des Stadtpatrons, nach dem beispielsweise auch eine Apotheke sowie der Dom benannt ist.

Trier: Brunnen am Hauptmarkt
Der Brunnen am Hauptmarkt ist ein eigenes Highlight

Im Hintergrund erzeugen die kleinen Häuser sowie ein Türmchen eine Wohlfühlkulisse. Der Hauptmarkt ist in Trier Sehenswürdigkeit und Schlemmerplatz zugleich. Egal in welche Richtung dein Auge blickt, überall gibt es eine Menge Fast Food. Beispielsweise Kebab in einem auffallend kleinen Haus, die Trierer Bratwurst einige Meter weiter und eine Fritur verkündet die Nähe zu den Benelux-Staaten.

Wer gesünder leben möchte, wird auf dem Markt häufig Obststände vorfinden – der Darm sollte es danken.

Trier Altstadt
Triers Hauptmarkt

Kurfürstlicher Palais, Konstantinbasilika & Palastgarten

Nicht weit hinter dem Hauptmarkt befindet sich linkerhand die Konstantinbasilika, deren hohen Mauern ohne besondere Verzierungen mit der Bezeichnung „Klotz“ wohl gut umschrieben ist.

Wie insgesamt neun Sehenswürdigkeiten ist auch die Basilika ein UNESCO-Weltkulturerbe. Sie wurde im dritten Jahrhundert erbaut. Der pfeilerlose Innenraum entspricht der zweitgrößten von Römern erbauten Halle nach Roms Pantheon.

Wie viele Tipps Trier bereithält, zeigt jedoch, dass die Basilika an dieser Ecke der Stadt durch die Schönheit des Kurfürstlichen Palais samt Palastgarten fast im Hintergrund verschwindet.

Der Palast stammt aus dem vierten Jahrhundert nach Christus und wurde vor gut 400 Jahren zur Residenz diverser Erzbischöfe. In einer kleinen Ecke befindet sich zudem der Trierer Wasseruhrbrunnen, dessen Funktionsweise aber für mich nicht nachzuvollziehen war. Vermutlich geht es eher um die Zurschaustellung verschiedenster Tier-Skulpturen, denen das Wasser aus Mund und Nase spritzt.

Das römische Amphitheater

Vorbei an den später noch kurz thematisierten Kaiserthermen geht es links aus dem Zentrum der Stadt hinaus in Richtung des Petrisberges. So weit ist das nächste Ziel aber nicht entfernt, denn das Amphitheater taucht noch vor dem saftigen Aufstieg und den Weinbergen auf.

Trier Tipp: Amphitheater
Die Zuschauerränge lassen sich leider nur noch erahnen…

Das römische Amphitheater von Trier besticht mit den enormen Rasenhängen, auf denen einst die Zuschauertribünen waren, sowie des großen Platzes für die bekannten Spiele der Römer. Von besonderem Interesse ist der Blick in die unterirdischen Gänge, die zeigen, wie innerhalb kürzester Zeit Tiere, Kämpfer oder sonstige am Kampf beteiligte Objekte in die „Manege“ gebracht werden konnten.

Keller des Amphitheaters in Trier
Die verborgenen Gänge unterhalb des Kampffeldes

Auch wenn die Zuschauertribünen für knapp 20.000 Mann nicht mehr erhalten sind, ist das Amphitheater ein weiteres eindrucksvolles Beispiel für die Baukunst der Römer. Die Arena für Gladiatorenkämpfe zählte einst zu den größten auf dem Kontinent und der damals bekannten Welt.

5 Tipps für Trier: Aussichtspunkte, Parkplätze, Ausflüge & weitere Sehenswürdigkeiten

Die großen Klassiker liegen hinter uns, ein paar heiße Trier-Tipps stehen aber noch aus. Aufgrund der umliegenden Berge lässt sich beispielsweise ein toller Blick aus der Vogelperspektive erhaschen.

Die schönste Aussicht: Mariensäule (Markusberg) oder Petrisberg?

Wirklich schwer zu beantworten ist die Frage nach der schönsten Aussichtsplattform in Trier, da es zwei Optionen mit Vor- und Nachteilen gibt. Der Markusberg mit dem Aussichtspunkt an der Mariensäule liefert wohl den umfassendsten Blick auf Trier und die gesamte Umgebung. Besonders schön zu sehen ist, wie sich die Mosel den Weg durch die Natur bahnt. Rechterhand befindet sich die mächtige Römerbrücke.

Trier Aussichtspunkt Mariensäule
Eine herrliche Aussicht auf Trier hast Du vom Markusberg

Vom Petrisberg hingegen ist die Altstadt von Trier wesentlich näher, was natürlich auch einen echt netten Foto-Spot liefert.

Karl-Marx-Statue: Geburtsort, Museum & die Geschichte um Günther Jauchs Vorfahren

Als in Chemnitz (einst Karl-Marx-Stadt) lebender Reisefan ist es natürlich irgendwie besonders, einmal quer durch die Bundesrepublik zu fahren, um dort erneut auf ein Monument des ehemaligen Namensgebers der Heimatstadt zu treffen.

Die 5,50 Meter hohe Bronzestatue steht erst seit Marx‘ 200. Geburtstag vor wenigen Jahren auf dem Simeonstiftplatz unweit der Porta Nigra. Wer nicht bewusst nach Karl sucht, der wird die Statue am Ende einer Seitengasse wohl übersehen. Netter Fun-Fact: Ausgerechnet der Ururururgroßvater von Günther Jauch war es einst, der die Geburtsurkunde von Marx unterschrieb.

Im Karl-Marx-Museum in Trier lässt sich eine Menge über den Menschen erfahren, der trotz des Namens Karl-Marx-Stadt nie in Chemnitz gewesen ist.

Die Römerbrücke als älteste Brücke Deutschlands überqueren

Und weiter geht’s mit der Suche nach den Hinterlassenschaften der Römer. Die Römerbrücke gilt als älteste Brücke Deutschlands, womit aber auch schon fast alles dazu gesagt wäre. Von einem der oben beschrieben Aussichtspunkte Triers lässt sich ein netter Blick darauf werfen.

Römerbrücke - die älteste in Deutschland
Der Blick auf Deutschlands älteste Brücke…

Besonders eindrucksvoll ist die Brücke hingegen nur aufgrund des Geschichts-Faktes, sodass ich sie nur einmal mit dem Auto überquerte.

Ausflugsziele rund um Trier: ein Abstecher ins Großherzogtum Luxemburg?

  • Luxemburg-Stadt (Anfahrt mit dem Auto circa 40 Minuten)
  • Schloss Vianden (Anfahrt circa eine Stunde)

Luxemburg ist das logische Ausflugsziel von Trier aus. Bis zur Grenze ins Nachbarland fährt man gerade einmal ein Viertelstündchen; Luxemburg-Stadt ist in 40 Minuten erreicht.

Längst kein Geheimtipp für einen Ausflug von Trier aus ist das Chateau Vianden im Norden des Großherzogtums.

Wie es sich für einen Groundhopper gehört, wurde natürlich sowohl in Trier als auch dem benachbarten Luxemburg Fußball im Stadion konsumiert.

Kostenlos parken in Trier: ein Ding der Unmöglichkeit?

Trotz der nur 115.000 Einwohner ist es in Trier nicht einfach, das eigene Vehikel günstig abzustellen. Viele Parkplätze sind Anwohnern vorbehalten oder auf einen verhältnismäßig kurzen Parkzeitraum eingeschränkt.

Mein Trier-Tipp fürs Parken: Wer sich nichts aus einigen Zusatzmetern macht, der findet circa einen Kilometer stadtauswärts von Triers Wahrzeichen Porta Nigra auf Höhe des Friedhofes diverse kostenfreie Parkplätze ohne Zeitbegrenzung.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Trier in der Übersicht

  • Kaiserthermen

Die Eintrittspreise in Trier sind echt human. Identisch zur Porta Nigra und dem Amphitheater sind auch für die nicht vollständig fertig gebauten Kaiserthermen vier Euro Eintritt zu entrichten. Wem das zu teuer ist, der bekommt von außerhalb einen kleinen Eindruck von dem Ort, an dem es sich die Römer einst gutgehen ließen.

Die wahren Schätze befinden sich aber unter der Erdoberfläche. Leider wird derzeit kräftig restauriert.

  • Schatzkammer der Stadtbibliothek

Interessiert an alten handschriftlichen Relikten aus dem Mittelalter? Dann ab in die Schatzkammer der Trierer Stadtbibliothek. Lustiger Sidefact: der Eintritt ist dort mit 5€ etwas über dem Durchschnitt.

  • Dreikönigshaus

Halten wir fest: Um alle erwähnten Trier-Tipps gebührend abzugrasen, sind locker zwei Tage notwendig. Die Klassiker lassen sich aber auch ohne Hardcore-Wanderungen in einigen Stunden gemütlich ablaufen.

Dreikönigshaus
Gemütlich neben dem Dreikönigshaus einen Kaffee trinken?

Unstrittig ist, dass Trier mit der römischen Historie zu den Städten gehört, in die reise-affine Menschen zwingend einmal im Leben kommen sollten.

Wann startet deine Reise in die Vergangenheit? Trier ist sie zweifelsfrei wert!

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