Cristo Redentor
Städtereisen,  Südamerika

Christusstatue Rio: Anreise, Tipps & Reisebericht

Gewählt zu einem der 7 neuen Weltwunder, der vielleicht bekannteste Anstrich vieler Bucket-Listen Südamerikas neben Machu Picchu und eines der ganz großen Highlights auf dem Kontinent.

Ein Besuch der Christusstatue in Rio de Janeiro gehört zum Sightseeing-Pflichtprogramm, wenn man in Rio ist.

Auch wenn der Besuch der Christusstatue in Rio nicht nur ein sehenswertes Highlight darstellt, sondern auch ohne tiefe Reiseerfahrungen leicht zu realisieren ist, bestehen im Vorfeld diverse offene Fragen:

  • Was kostet ein Besuch der Christusstatue in Rio?
  • Wie sollte ich zum Cristo Rendentor anreisen?
  • Ist die Umgebung rund um den Corcovado gefährlich?

Hier findest für den Besuch der weltberühmten Christusstatue Infos und interessante Tipps. Wenn Du einfach nur meinen Christusstatue-Reisebericht lesen möchtest, dann kannst Du gleich via Inhaltsverzeichnis in den unteren Teil des Artikels klicken.

Weltwunder & traumhafte Aussicht vom Corcovado

Die Statue „Cristo Redentor“ – Jesus, der Erlöser – liegt auf dem Berg Corcovado, der sich nur wenige Kilometer entfernt vom weltberühmten Strand Copacabana bis auf 710 Meter Höhe erstreckt.

Auf der Spitze steht die 30 Meter hohe Statue auf einem acht Meter hohen Sockel. Damit war die Christusstatue in Rio bis in die 80er Jahre die höchste der Welt.

Corcovado Aussicht
Sonnenaufgang auf dem Corcovado
  • Fun-Fact: Inzwischen ist die größte Christusstatue mit 36 Metern Höhe im polnischen Swiebodzin zu bewundern.

Wann ist die beste Tageszeit für den Cristo Redentor?

Die optimale Tageszeit für einen Besuch der Erlöser-Statue ist eindeutig am Morgen, wofür zahlreiche Argumente sprechen. In den Morgenstunden sind weniger Touristen auf der Statue, gutes Wetter ist wahrscheinlicher und die Sonne prasselt nicht ganz so erbarmungslos auf den Nacken.

Warum die Christusstatue am Morgen besuchen?

  • Weniger Touristen am Cristo Redentor
  • Erträglichere Temperaturen
  • Die Sonne steht Fotos weniger im Weg
  • Wolkenfreier Himmel ist wahrscheinlicher

Als beste Jahreszeit für den Besuch der Christusstatue in Rio ist mein Tipp der März. Zum Ausklang des südamerikanischen Sommers ist die Hauptsaison abgeschlossen, sodass sich weit weniger Touristen zur Erlöserstatue aufmachen.

Aus gleichen Gründen ist die auch für Nichtchristen sehenswerte Christusstatue unter der Woche angenehmer zu besichtigen. Hinzu kommt, dass der Eintritt zum Cristo Redentor am Wochenende teurer ist.

Anreise – Zahnradbahn, Van oder zu Fuß?

Theoretisch gibt es drei Anreisemöglichkeiten zum Cristo Redentor, doch eine muss selbst ich als als Reiseabenteurer ausschließen:

Zu Fuß solltest Du nicht versuchen, den Berg zu erklimmen. Es kam am Corcovado in den letzten Jahren zu zahlreichen Überfällen.

Laut vorheriger Recherche stehen an einigen Stellen sogar Ranger, die aus Sicherheitsgründen eine Besteigung des Berges verbieten. Stattdessen solltest Du ein wenig Geld in die Hand nehmen und eine der nachfolgenden Möglichkeiten wählen.

Romantik pur? Mit der Zahnradbahn auf den Corcovado

Die Zahnradbahn ist die vielleicht romantischste Anreiseoption. Eine Bahn mit schätzungsweise 100 Plätzen bringt Dich mit wenigen kurzen Pausen innerhalb von 20 Minuten an die Spitze. Du fährst direkt durch die üppige Vegetation am Corcovado und entkommst damit dem Großstadtdschungel.

Corcovado Dschungel
Gefühlter Dschungel am Fuße des Corcovado
  • Die Zahnradbahn in Rio de Janeiro fährt täglich von 8 Uhr bis 19 Uhr und kostet um 67 Real. Aufgrund der günstigen Kursentwicklungen ist der Preis von knapp 20€ auf etwa 12€ gefallen. Tickets gibt es online und vor Ort.

Ticketkauf Zahnradbahn – vor Ort oder online?

Beim geplanten Besuch der Christusstatue ist es ein wichtiger Tipp, die Jahreszeit einzurechnen. In der Nebensaison (ab März) reicht es gegen 8:00 Uhr am Morgen an der Talstation zu sein und bequem eine Eintrittsberechtigung zu lösen. In der Hauptsaison solltest Du Dein Ticket unbedingt im Vorfeld online kaufen. Dies gilt besonders für spätere Tageszeiten.

Ein Nachteil der Zahnradbahn ist, dass Du erst an die Talsohle kommen musst. Dies ist ab der Copacabana mit einer Kombination aus Metro und Bus sowie per Taxi oder Uber möglich.

Corcovado Wurzeln
Dicht verwurzelte Bäume selbst auf steinigem Grund

Mein Tipp: Wenn Du Wlan verfügbar hast, nutze unbedingt Uber. Die Preise liegen fast bei der Hälfte im Vergleich zu normalen Taxis. Für eine Fahrt vom südlichen Ende der Copacabana musst Du mit etwa 4€ rechnen.

Mit dem Van zur Aussichtsplattform

Von der Copacabana fahren fast ganztägig Vans zur Christusstatue. Das Eintrittsticket ist in den Angeboten meist inkludiert und der Preisunterschied im Vergleich zur Zahnradbahn marginal.

Vorteil der Anreise mit dem Van ist die größere Flexibilität, die Unabhängigkeit vom Besucheransturm und die zentrale Abfahrt im Kern der Touristengebiete.

Christusstatue Rio: Anreise-Möglichkeiten

  • Zahnradbahn (herrliche Natur, sehr zu empfehlen)
  • Van (Keine Chance zum Stopp und Genuss der Natur)
  • Uber / Taxi (Teilstrecke muss gelaufen werden)
  • Zu Fuß (sehr gefährlich, Ranger halten Dich ab, keine Empfehlung)

Ich würde Dir eine Fahrt mit dem Van nicht empfehlen. Wenn Du wenig Zeit hast, dann nimm lieber ein Uber. Die können Dich zwar nicht ganz bis nach oben fahren, aber den Großteil der Strecke schaffst Du und gegen ein kleines Trickgeld wird Dein Uber-Fahrer sicher an den interessantesten Aussichtspunkten kurz für ein paar Bilder anhalten.

Christusstatue Rio – Infos & Tipps

  • Vergiss Dein Mückenspray und Sonnencreme nicht
  • Bereise Rio in der Nebensaison
  • Besuche „Cristo Redentor“ in den Morgenstunden
  • Nimm Getränke mit – auf dem Berg ist die Verpflegung teuer
  • Spare Dir den Versuch zu Fuß anzureisen

Reisebericht Cristo Redentor

Montagmorgen? Während mich dieses Wort nicht selten in Frustration das Notebook hochfahren lässt, ist heute alles anders! Mein fünftes der Anfang der 2000er gewählten sieben neuen Weltwunder wartete auf mich, sodass der Caipirinha von der Copacabana genauso einfach aus dem Federn zu schütteln ist, wie die Müdigkeit der vollgepackten vorangegangenen Tage in Sao Paulo und Rio de Janeiro.

Christusstatue aus der Nähe
Cristo Redentor – einst die größte Christusstatue der Welt

Christus, der Erlöser!

Christus, der Erlöser! Diesen Name trägt die Statue, deren ausgebreitete Arme mächtig über Rio de Janeiro thronen – einer Stadt der Gegensätze: Rio bevölkern vom Milliardär über den Touristen bis hin zu den gefühlt unterhalb des Existenzminimums lebenden Ärmsten in den Favelas alle Bevölkerungsschichten.

Der Glaube vereint dennoch viele Brasilianer und auch ich als entschiedener Christ bekenne gern, dass die Anreise zum Cristo Redentor nicht vergleichbar mit anderen Sehenswürdigkeiten ist.

Kultige Fahrt mit der Zahnradbahn auf den Corcovado

Ein Uber bringt uns trotz reichlich Betrieb auf den Straßen von der Unterkunft zwischen den Stadtteilen Ipanema und Copacabana in rund 20 Minuten zum Startpunkt der Zahnradbahn, wo ganz ohne lange Schlangen die 67 Real (entsprach im März 2020 rund 13€) für Bahn und Eintrittsticket gelöhnt wurden.

Neben dem offensichtlichen Tipp in Form eines Fensterplatzes in der Zahnradbahn kann ich einen Sitz auf der rechten Seite empfehlen, der aufwärts die schöneren Ausblicke ermöglicht. Leicht ruckelnd geht es in Sekunden ins Grüne. Ein leichtes Urwaldfeeling ist nicht abzustreiten.

220 Stufen von der Christusstatue getrennt

Nach einem Zwischenstopp und 20 Minuten Fahrtzeit hält die Bahn 220 Stufen vom Gipfel entfernt. Bis dahin kommen die Van-Fahrer auf Serpentinen. Die Aussicht auf der Fahrt ist sicher ein Highlight, doch falsch war unsere Entscheidung für die Zahnradbahn gewiss nicht.

Wer keine Lust auf den Fußweg hat, kann eine Rolltreppe nehmen. An der Gabelung ist der linke Weg wesentlich weniger steinig.

Die Qual der Wahl hatten Besucher im Frühling 2019 nicht, nachdem Überschwemmungen, Erdrutsche und Schlammlawinen Rio ins Chaos stürzten, mehrere Menschenleben forderten und auch die Rolltreppe ramponierten.

Christusstatue Rio Palmen
Palmen im Hintergrund der Christusstatue

Rio im März – die optimale Jahreszeit?

Von hinten pirschen wir uns langsam an den Cristo Redentor heran und sind sofort dankbar, dass am frühen Morgen noch keine dreistellige Anzahl an Touristen neben dem Sockel steht.

Wenn man die von manch Drohne gemachten Bilder im Internet ansieht, dann gleicht die Aussichtsplattform teilweise nur noch einem Knäuel aus Touristen, die sich kaum einen Schritt bewegen können. Rio im März verdient eine dicke Empfehlung als interessantes Frühjahrs-Reiseziel.

Und dann schaut man Jesus in die Augen, wie ihn sich zwei Bauingenieure aus Frankreich und Brasilien kurz vor Baubeginn 1922 vorstellten. Errichtet wurde die Christusstatue in Erinnerung an die 100 Jahre zuvor errungene Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal, welche jene erst drei Jahre später anerkannten.

Corcovado Zuckerhut
Diesen Blick genießen Besucher täglich…

Cristo Redentor – die beste Aussicht auf Rio?

Im Inneren der Statue ist eine kleine Kapelle, rundherum kommen die Selfie-Jäger zum Zuge. Schon beeindruckend, dass die ausgebreiteten Arme Jesus‘ an so vielen Flecken Rio de Janeiros zu sehen sind.

Am – aus Sicht der Statue – nördlichen Ende der Aussichtsplattform lässt der quasi wolkenfreie Himmel einen traumhaften Blick über Copacabana, weitere Stadtteile und den Zuckerhut zu. Zeit, die Aussicht einfach nur zu genießen.

Rio de Janeiro von oben
Der Zuckerhut vom Corcovado aus

Bilder können von der Schönheit der Natur nur unzureichend berichten. Andeutung verstanden? Gut, dann mach Dich selbst auf nach Rio. Es lohnt sich!

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